Foto: O. von Plate/ BergwachtAus der Kernaufgabe „Rettung aus unwegsamen Gelände“ haben sich im Laufe der Jahre zahlreiche Spezialeinsatzgebiete entwickelt. Heute deckt die Bergwacht als Teil des komplexen Hilfeleistungssystems des Deutschen Roten Kreuzes zahlreiche Einsatzszenarien (z.B. Einsatz in Hochwassergebieten) ab, die nicht ursprünglich zu den Aufgabenfeldern der Bergwacht gehörten.
Zu der ursprünglichen Aufgabe der Bergwacht, sich vorrangig um Naturschutz zu kümmern, ist im Laufe der Zeit die Rettung dazu gekommen. Die Bergwacht in Rheinland-Pfalz ist dabei sehr breit aufgestellt. Neben der notfallmedizinischen Versorgung und der Rettung aus unwegsamem Gelände, der Fels-, Gleitschirm- sowie Höhlen- und Tiefenrettung, ist die Bergwacht des rheinland-pfälzischen Roten Kreuzes zudem sehr in die Höhenrettung (Kranrettung), Adipositasrettung, Seilbahnrettung sowie die Sicherung von Einsatzkräften eingebunden.
Auch die Absicherung bei Foto- und Filmaufnahmen, der Vermisstensuche, bei Sanitätsdiensten und die Unterstützung bei Großschadenslagen gehören zum Aufgabengebiet der DRK-Bergwacht.
Darüber hinaus ist der rheinland-pfälzischen DRK-Bergwacht ein großes Anliegen, die Luftrettung in Rheinland-Pfalz zu etablieren – denn die Einsatzzahlen in diesem Bereich steigen stetig an. Zudem werden die Rettungskräfte mit komplizierteren Verletzungsmustern und Verletzungsschweren konfrontiert, die einen zügigen Transport in die Klinik erfordern.
Insgesamt gehören fünf Bergwachteinheiten zum DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz – in Cochem, Ettringen, Rengsdorf, Rotenfels und Westerwald. Im vergangenen Jahr absolvierten die Retter*innen 40 Einsätze mit insgesamt 200 Helfer*innen und 1.132 Einsatzstunden. Allein in 2020 hatten sie bereits 34 Einsätze mit 194 Helfer*innen und 634 Einsatzstunden.